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Musikrezension > Platte > 31.07.2025

Psychedelic Porn Crumpets – Carpe Diem, Moonman


Genre: nicht einsortierbar

Die Psychedelic Porn Crumpets blasen zum Sturm. „Carpe Diem, Moonman*“ macht keine Gefangenen und legt sofort unerhört polternd los. Garagerock? Psych? Stoner? Britpop? 

Hier sitzt jeder mal am Steuer und darf ne Runde cruisen. „Another Reincarnation“ eröffnet die Achterbahnfahrt mit zickig-flirrendem Stonerpunk bei dem man das Gefühl bekommt, der Kopf stecke in einem Ameisenhaufen. „March on for Pax Ramona“ zündet die nächste Stufe. Fuzzigorientalische Gitarren rumpeln massiv los, nur um dann von schnoddrig, fast an The Fall erinnerndem Sprechgesang abgelöst zu werden. Dazu noch schön spacige Gangshouts, monströs groovende Gitarrenparts, und der Mund steht zum ersten Mal sperrangelweit offen. „Quick Maff“ ist luftiger Indiepop mit kleinen Mathrock-Widerhaken und zeigt, dass PPC ein breites Spektrum an tollen Arrangements und Ideen besitzen. „Weird World Awoke“ ist dann das erste dicke Highlight des Albums. Die Kritik an der derzeitigen kritischen Lage der Welt mit all ihren verrückten Diktatoren und Machtmenschen wird kongenial und mitreißend vorgetragen. Anfangs dominieren wieder lässiger Sprechgesang und Shouts, die mit einer schönen Prise flottem Spacepop abgerundet werden. „As the Hummingbird Hovers“ und „Scapegoat“ lassen die Seele dann wieder etwas baumeln. Westcoastpop, Beatles-Harmonien und Psychedelia entschleunigen und laden zum Luftholen ein. „Incubator V2000“ garniert Queens of the Stone Age-Vibe mit Britpop, und „Winter in Parachutes“ verneigt sich ehrfürchtig vor Syd Barrett. „Out in the Universe Pours“ ist monolithischer Spacerock. Erhaben, druckvoll und schön. „Concrete and Cola“ rundet das 7. Album der Psychedelic Porn Crumpets aus Perth lässig und poppig schwebend ab. Die große Stärke von „Cape Diem, Moonman“ liegt eindeutig in der Tatsache, dass der Eklektizismus, der hier an den Tag gelegt wird, nicht ein einziges Mal überfordert. 

Alles wirkt auf eine verrückte Art und Weise schlüssig. PPC haben hier ihr erstes Referenzwerk abgeliefert. Sie heben Psych- und Spacerock auf ein neues Level, in dem keine Grenzen existieren. Mal polternd und schlitternd wie Godzilla auf Rollschuhen, mal lässig schwebend wie der Dude Jeff Lebowski in einer Traumsequenz. Die 40 Minuten Spielzeit des Albums sind genau richtig – nicht eine einzige Sekunde zu viel. Am Ende sitzt man dann seelig grinsend vor den Boxen, und während sich die eine Hand noch am Kopf kratzt, sucht die andere bereits den Repeat-Knopf.

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Fazit

KategoriePlatte
ProduktPsychedelic Porn Crumpets – Carpe Diem, Moonman
HerstellerWhat Reality? Records
Preis0 Euro
Getestet vonLars Bartmann
Vorheriger Test

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