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Musikrezension > Platte > 28.09.2026

Tokunbo – Lost & Found


Genre: Smooth Jazz

Es steht außer Frage: Im Lauf der Jahre habe ich Lichtjahre Distanz zwischen meinem Geschmack und Musik, wie sie die gebürtige Nigerianerin Tokunbo macht, etabliert. Das macht die vierte Platte der in Deutschland und den USA aufgewachsenen Dame keinesfalls schlechter, meine Berührungsängste jedoch zweifellos größer, und es hat ein paar Durchgänge gebraucht, bis ich „Lost & Found*“ etwas abgewinnen konnte. Die dreizehn Titel sind allesamt perfekter Wohlfühl-Pop mit ganz klaren Qualitäten, die sie fürs audiophile Lager qualifizieren. Dreizehnmal unaufgeregte flirrige und quirlige Miniaturen, die eines niemals tun: Unwohlsein herbeiführen. Parallelen zur frühen Norah Jones drängen sich unmittelbar auf, was ja nichts Schlechtes sein muss. Die in Deutschland von zweifellos fähigen Studioprofis begleitete und eingespielte Platte ist Balsam für die Seele, der durch die Bank akustische Folk-Pop mit gelegentlicher Nähe zum Jazz schleicht sich über die Wohlfühlsynapsen fast vollautomatisch ins harmoniebedürftige Hirn, und spätestens nach dem dritten Titel ist man drin im Tempel des audiophilen Komforts. Bei zwei, drei Titel, legt die Dame die Tempolatte einen Zahn höher, von unnötiger Adrenalinproduktion sind jedoch auch diese Nummern weit entfernt. 

Natürlich ist die Produktion allererste Sahne. Es tönt lässig, überaus transparent, mit einer perfekt scharf in der Mitte positionierten Gesangsstimme. Ob man damit Kabelunterschiede hören kann? Aber klar doch. Die Platte ist klassisch schwarz und makellos gefertigt, im Gatefold steckt ein doppelseitiges A3-Poster.



Fazit

KategoriePlatte
ProduktTokunbo – Lost & Found
HerstellerYoruba Girl Records recordJet
Preis0 Euro
Getestet vonHolger Barske
Vorheriger Test

Einflussreich - Röhrenvorverstärker Air Tight ATC-7

Logo LP:Magazin

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