Platte Bruce Soord – Ghosts in the Park (KScope) im Test, Bild
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Musikrezension > Platte > 21.09.2026

Bruce Soord – Ghosts in the Park


Genre: Prog-Singer-Songwriter

Ich scheue mich fast ein wenig, diesem Album in der Genrebezeichnung ein „Prog“ zu verpassen. Dazu sind die Songstrukturen – Makro wie Mikro – doch zu glatt, oder besser gesagt, zu konventionell und straightforward. 

Der ein oder andere zaghafte Ausflug ins Psychedelische, wie etwa in „Meet Me on the Downs“, oder ein Stop-Beat im Folgenden, „Kept Me Thinking“ ändern daran nicht viel. „Ghosts in the Park“ ist ein insgesamt sehr ruhiges und introspektives Album geworden, und vielleicht Soords intimstes bisher. Dabei baut es einen inneren Spannungsbogen auf, dem man willentlich und mit etwas Geduld folgen muss, um ihn verstehen und einordnen zu können. Doch selbst wenn man die nötige Konzentration nicht aufbringen kann oder will, fließt das Album zwar angenehm, aber auch ein wenig oberflächlich an einem vorbei. Dann verpasst man Perlen wie das klanglich spannende „Stared Down“ oder eben das erwähnte „Kept Me Thinking“. Der Track ist für mich einer der stärksten – vielleicht der stärkste – des Albums, weil er, mehr als andere Songs der Scheibe, weniger eine Momentaufnahme darstellt als vielmehr eine eigene Geschichte erzählt und dabei mit einigen musikalischen Überraschungen aufwarten kann. 

Dennoch fehlt ein subtiler Hit wie das absolut großartige „Dear Life“ vom 2023er-Album „Luminescence“, das sich mit Gänsehautgarantie in die Großhirnrinde bohrt. Alles in allem ein solides Album, das Aufmerksamkeit beim Zuhören belohnt und für Soordund Pineapple Thieves-Fans eine solide Bank ist.

Fazit

Ruhig, intim, braucht Zeit. Dann aber stark.


TitelBruce Soord – Ghosts in the Park
LabelKScope
Angehört vonMichael Bruss
Vorheriger Test

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Logo LP:Magazin

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