Platte Transrotor – Favorites (inakustik) im Test, Bild
Die ungefähre Lesezeit beträgtMinuten 3 Minuten
Musikrezension > Platte > 24.06.2025

Transrotor – Favorites


Genre: Audiophiles

Stimmt schon – normalerweise mache ich einen relativ großen Bogen um „audiophile“ Vinyl-Sampler, die uns immer mal wieder ins Hause flattern. Gerade dann, wenn ein solches Werk mit den sattsam auf allen möglichen HiFi-Messen totgedudelten Klassikern gespickt ist bin ich raus. Ab und zu allerdings tauchen Zusammenstellungen auf, die inhaltlich hochwertig und überraschend sind. Diese Zusammenarbeit des Bergisch Gladbacher Plattenspielerherstellers Transrotor* und der Musiksparte von inakustik ist ein solcher Glücksfall, weshalb die Doppel-LP mittlerweile ziemlich fester Bestandteil meines Hörtest-Repertoires geworden ist.

Die zehn Titel des Doppelalbums bewegen sich alle zwischen Jazz und Pop und sind, das war zu erwarten, hervorragend produziert. Den Anfang macht ein hitziges und quirliges Orchesterwerk mit ganz viel Südamerika-Flair unter Markus Stockhausen – bitte nicht mit dem Karl-Heinz gleichen Nachnamens verwechseln. Anschließend führt uns der berühmte Jazz-Gitarrist in mit „Do Like Eddie“ in sein musikalisches Reich, der Titel zählt unbedingt zu den spannendsten auf dem Album.

Das nächste Highlight gibt’s auf Seite zwei, hier wurde nämlich das wunderschöne „Seven Days Of Falling“ des Esbjörn Svensson Trios verewigt. Sehr gefühlvoll, sehr typisch, sehr gelungen. Seite drei und der Anfang von Seite vier gehören singenden Damen. Auffällig dabei ist „Yona“, eine mir bislang unbekannte Vertreterein des skandinavischen Minimal-Pop, hier mal in finnischer Sprache. Madison Cunningham erinnert durchaus angenehm an Sheryl Crow und macht sich deshalb ziemlich gut zu Beginn von Seite vier. Alles in allem eine sehr abwechslungsreiche Mischung, die auch dank DMM-Produktion mit 45 Umdrehungen wirklich ausgezeichnet klingt. Extras allerdings gibt’s bis auf gefütterte Innenhüllen keine.

*Bei diesen Links erhält lp-magazin.de evtl. eine Provision vom Shop.


Fazit

KategoriePlatte
ProduktTransrotor – Favorites
Herstellerinakustik
Preis0 Euro
Getestet vonHolger Barske
Vorheriger Test

Einflussreich - Röhrenvorverstärker Air Tight ATC-7

Nächster Test

Son of Digital - Phonovorstufe SOtM sPQ-100

Logo LP:Magazin

Weitere Tests des Autors Holger Barske

Tonabnehmer OTTA Theorbo im Test, Bild
 19.08.2026
Fürs Wesentliche - Tonabnehmer Otta Theorbo

„Otta“ steht für „Over The Top Analogue“ und ist sicher keine betont dezente Firmierung für einen Tonabnehmerhersteller, aber es steckt Wahrheit in der diesem Statement.

Phonovorstufe AVM Evolution PH 5.3 im Test, Bild
 28.07.2026
Die Flexible - Test Phonovorstufe AVM Evolution PH 5.3

Nun sind modulare Phonovorstufen bei AVM ja nichts ganz Brandneues: Beim Topmodell Ovation PH 8.3 lassen sich eine ganze Reihe von Dingen mit entsprechender Modulkonfiguration ändern. Das...

MC-Übertrager Fonolab DECVS im Test, Bild
 28.07.2026
Für Leisetreter - Test MC-Übertrager Fonolab DECVS

Nun ist die Praxis, den geringen Pegeln von MC-Tonabnehmern mit Übertragern auf die Sprünge zu helfen, ja keine wirklich seltene. Interessant wird‘s, wenn tatsächlich leise Abtaster...

Tonabnehmer Ortofon MC X50 im Test, Bild
 28.07.2026
Der Klassenprimus - Test Tonabnehmer Ortofon MC X50

Gewiss, die Quintett-MCs von Ortofon waren ein wenig in die Jahre gekommen und es überrascht nicht, dass letztes Jahr eine Nachfolgelinie präsentioert wurde. Der allerdings fehlte zum...

Plattenspieler TW Acustic Raven New AC / Tonarm Raven 12.9 im Test, Bild
 28.07.2026
Formfaktoren - Test Plattenspieler / Tonarm TW Acustic Raven New AC / Raven 12.9

In der jüngeren Vergangenheit war’s eher still um eine von Deutschlands renommiertesten Plattenspielermanufakturen in Gestalt von TW Acustic aus Herne

Holger Barske
Redakteur / Tester

Holger Barske


newsletter_icon

Keine Tests verpassen!

Jetzt zu unserem Newsletter anmelden und keinen Test mehr verpassen.

× Vollbildanzeige