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Musikrezension > Platte > 13.01.2026

Chris Cheek – Keepers of the Eastern Door


Genre: Jazz

Es ist immer spannend zu erfahren, woher die Inspiration für eine Aufnahme genommen wird und wie sich diese im finalen Werk wiederfindet. Mit den „Keepern of the Eastern Door“, also den „Hütern des östlichen Tors“ sind die Mohawk gemeint, die das Land vor den eindringenden europäischen Siedlern schützen sollten, die ihr Land kolonisieren wollten. 

Auch die Gestaltung der Vor- und Rückseite des Covers schließt sich dieser Geschichte an. Zu hören gibt es ruhigen, Tradition und Moderne verbindenden Jazz von großer Klasse, wie es beim Blick auf die Liste der beteiligten Musiker nicht anders zu erwarten ist. Der Saxofonist Chris Cheek hat mit dem Gitarristen Bill Frisell einen führenden Protagonisten seiner Zunft am Start. Für das rhythmische Fundament sind Tony Scherr am Bass und Rudy Royston am Schlagzeug zuständig. Das acht Stücke umfassende Werk speist sich aus Kompositionen unterschiedlichster Herkunft, die in ihrer Gesamtheit dennoch aus einem Guss sind. Drei Stücke steuert Chris Cheek höchstselbst bei und reichert diese an mit Werken der Mills Brothers („Smoke Rings“), der Beatles („From Me To You“), dem durch Barbra Streisand bekannt gemachten Musical-Hit „On a Clear Day (You Can See Forever)“ und - das verwegenste Stück - „Lost Is My Quiet“ des englischen Barock-Komponisten Henry Purcell. Auch eine Adaption der Olivier Messiaen-Komposition „O Sacrum Convivium“ aus dem Jahr 1937 wird als Jazz vertont. 

Im Ergebnis ist die Aufnahme eine sehr berührende, tief emotionale Jazz-Session, die auch hinsichtlich des Klangs wieder Maßstäbe setzt, so wie es sich das Label „Analog Tone Factory“ bei seinen Aufnahmen - die Musiker sitzen dabei gemeinsam in einem Raum - zum Ziel gesetzt hat. Dieser und der ebenfalls erhältlichen 1-Step-Pressung liegt eine Download-Card bei, mit der man kostenlos einen hochaufgelösten Download anfordern kann.


Fazit

KategoriePlatte
ProduktChris Cheek – Keepers of the Eastern Door
HerstellerAnalog Tone Factory
Preis0 Euro
Getestet vonRalf Henke
Vorheriger Test

Einflussreich - Röhrenvorverstärker Air Tight ATC-7

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Ralf Henke
Redakteur / Tester

Ralf Henke


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