Platte Bugge Wesseltoft – Live at Villa Belvedere (ATR) im Test, Bild
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Musikrezension > Platte > 09.08.2025

Bugge Wesseltoft – Live at Villa Belvedere


Genre: Piano-Electro-Jazz

Nachdem der umtriebige HiFi-Vertrieb im vergangenen Jahr seine erste neue Vinyl- Produktion mit den Lounge-Jazzern von De-Phazz äußerst erfolgreich auf die Beine gestellt hatte, folgt nun eine zweite, nicht minder spannende Produktion. 

Im Juni 2024 verwandelte sich der lichtdurchfl utete Jugendstilbau der Villa Belvedere im Rheingau wieder in eine Mischung aus Club, Aufnahmestudio und Klang-Lounge. Künstler dieses Mal: der norwegische Jazz- Pianist Bugge Wesseltoft. Auch das neue Live-Album wurde von Toningenieur Dirk Sommer a.k.a. Sommelier du Son analog und direkt auf Tape aufgenommen – und wenn man es hört, versteht man sofort, dass der 1964 geborene Wesseltoft sich wie kaum ein anderer im europäischen Jazz mit den Ausdrucksmöglichkeiten akustischer und elektronischer Klänge beschäftigt. Davon legt die Vielzahl seiner Einspielungen und Projekte ein beredtes Zeugnis ab – sei es in dem revolutionär zwischen DJ-Kultur und improvisierter Musik vermittelnden Brückenschlag New Conception of Jazz, in ungewöhnlichen Duetten (etwa mit der Sängerin Sidsel Endresen oder dem Techno-Produzenten Henrik Schwarz) oder in der skandinavischen Fusion-Supergroup Rymden. In der Villa Belvedere fand Bugge offenbar die besten Voraussetzungen für seine solistischen Grenzgänge: ein stimulierendes Setting und ein aufmerksames Publikum. 

Man merke, dass dieser Ort dem Ziel diene, Musik in seiner reinsten Form zu hören, sagt der Norweger. Gerade in der jetzigen Zeit, in der die Lieder in den Charts dazu tendierten, immer austauschbarer zu werden, sei das ein Geschenk. So ist dieses Live-Album nicht nur ein klanglich hervorragendes, sondern auch musikalisch spannendes Dokument.

Fazit

Spannende Grenzgänge zwischen Jazz und Elektronik.


TitelBugge Wesseltoft – Live at Villa Belvedere
LabelATR
Angehört vonMichael Bruss
Vorheriger Test

Vijay Iyer / Linda May Han Oh / Tyshawn Sorey – Compassion - Genre: Jazz

Nächster Test

Don Cherry | Krysztof Penderecki – Actions (Re-Issue) - Genre: Free Jazz

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