Platte Jazz Sabbath – The 1968 Tapes (Blacklake Records) im Test, Bild
Die ungefähre Lesezeit beträgt 2 Minuten
Musikrezension > Platte > 12.08.2025

Jazz Sabbath – The 1968 Tapes


Genre: Jazz

Wer Jazz Sabbath noch nicht kennt, sollte das unbedingt nachholen. Die Band präsentiert mit „The 1968 Tapes*“ bereits ihr drittes Album und covert darauf wieder – wie sollte es anders sein – Songs von Black Sabbath (dieses Mal aus der Zeit von 1970 bis 1973) „auf Jazz“. 

Das funktioniert erstaunlich gut, fühlt sich nie gezwungen an und ist bar jedes Peinlichkeitsfaktors. Wenn man die Songs hört, kommt man nicht um den Gedanken herum, dass es auch genauso gut Kompositionen des Tingvall Trios sein könnten. Insbesondere „Spiral Architect“ und „Electric Funeral“, das man hier kaum wiedererkennt, bewegen sich weit in die zugänglichen Klangwelten des schwedischen Pianisten. So erstaunlich ist das wiederum nicht, ist doch der Kopf von Jazz Sabbath niemand anderes als Adam Wakeman, Tour-Keyboarder und Gitarrist von Black Sabbath und Ozzy Osbourne. Das Piano nimmt also immer eine zentrale melodieführende Rolle ein, auch wenn es die anderen Instrumente gleichberechtigt zum Zuge kommen lässt. Herauszuheben ist, dass sich die Tracks doch teilweise recht weit vom Feeling der Originale wegbewegen und voll als eigenständige Kunstwerke funktionieren. 

Man muss also weder Hardrock-Fan noch Black-Sabbath- Kenner sein, um das Album genießen zu können. Ach so, ein wenig Spaß bei der Sache darf nicht fehlen: Jazz Sabbath vermarktet sich als Band aus den 1960ern und 70ern, und die Liner Notes lassen nichts auf das zeitgenössische Schaffen im Hier und Jetzt schließen, sondern erzählen die fiktive Hintergrundgeschichte der Band. Klingen tut’s natürlich, dynamisch und offen – die Pressung nicht ganz astrein, aber insgesamt annehmbar.

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Fazit

Interessante, klanglich hochwertige neue Perspektive auf „meine“ Band des Jahrhunderts.


TitelJazz Sabbath – The 1968 Tapes
LabelBlacklake Records
Angehört vonMichael Bruss
Vorheriger Test

Vijay Iyer / Linda May Han Oh / Tyshawn Sorey – Compassion - Genre: Jazz

Nächster Test

Paolo Fresu – Kind of Miles - Genre: Jazz

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