Lautsprecher Wharfedale ELYSIAN 2R im Test, Bild
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Einzeltest > Lautsprecher > 10.09.2026

Himmlisch?

Manchmal zeigen die Kleinen den Großen, wo der Hammer hängt. Manchmal ist es aber auch umgekehrt. So wie im Fall der Wharfedale ELYSIAN 2R, die der abgedrehten High-End-Liga eine erschwingliche Superbox vor die Spikes wirft.  

Lautsprecher Wharfedale ELYSIAN 2R

Meine Begegnung mit neueren Wharfedale-Modellen fanden bisher am komplett anderen Preisspektrum statt, und zwar mit sehr erfreulichen Exemplaren wie der kleinen Diamond 12i oder dem herrlichen Kompaktkoax Denton 1S. Und habe ich das Vergnügen mit der 2R aus der ELYSIAN-Reihe zu beschäftigen, die sozusagen das Filetstück von Wharfedale ist, ihre Haute Couture Selektion. Damit zeigen sie der Konkurrenz, für wie viel oder wenig Geld man absolutes High-End auf die Beine stellen kann. Wobei ihnen eigentlich ein anderes Kriterium viel wichtiger ist, aber dazu komme ich noch. Ich bin erneut tief beeindruckt von dieser Qualität am anderen Ende des Wharfedale-Spektrums, selbst wenn dieser Lautsprecher nicht unbedingt meinem eigenen Beuteschema entspricht, aber darum geht es nicht. Ich habe den Wharfedale Chefdesigner Peter Comeau gefragt, welche Lautsprecher er lieber designed - günstige Einstiegsmodelle oder deutlich teurere Typen wie die ELYSIAN 2R? Er hat diplomatisch so geantwortet, dass sie ihm alle Freude machen und jeder Lautsprecher auf seine Art eine besondere Herausforderung darstellt. Im persönlichen Gespräch hat er das dann spezifiziert. Bei der ELYSIAN 2R hat er sich diebisch gefreut, dass die ersten Hörer in Wien ihren Preis vielfach höher eingeschätzt haben. Und bei der wirklich erstaunlichen Diamond 12i ist er auch ein wenig stolz, dass er gute Musik in so viele Umgebungen bringen kann.   

„C“ für Chef und Comeau   

Peter Comeau ist ein sehr bekannter Lautsprecherdesigner, ich mag das Wort „Legende“ nicht überstrapazieren. Ich habe mir seinen professionellen Lebensweg angeschaut. Aufgewachsen ist er im wunderschönen ländlichen Devon und wurde früh durch Naturgeräusche geprägt. In jungen Jahren ist er durch seine Mutter auch mit Kirchenmusik in Berührung gekommen. Sein erster Lautsprecher war ein Wharfedale Unit 5 Kit, das kommerziell als Dovedale verkauft wurde.

Lautsprecher Wharfedale ELYSIAN 2R im Test, Bild
Da war sein Weg schon vorgezeichnet, denn er hatte den Eindruck, dass der Lautsprecher das schwächste Glied der Wiedergabekette sei und optimierte sein Kit bereits. Schon als Teenager machte er zudem mit seinen Tonbandgeräten Aufnahmen und so nimmt es nicht Wunder, dass er nach seinem Elektrotechnikstudium in einem Tonstudio arbeiten wollte. Doch als er nach London umsiedelte, fand er dort keinen Job und er sich stattdessen in diversen HiFi-Läden wieder. Doch dort lernte er Verkauf und Service gründlich kennen und sagt dazu:“Das war eine unschätzbare Erfahrung, denn so verstand ich, wonach die Kunden (wirklich) suchten und lernte ihre Herausforderungen beim Zusammenstellen einer stimmigen Anlage kennen.“ Und genau darin unterstütze er sie, wurde also Spezialist im Anlagen zusammenstellen und schrieb sogar in Fachzeitschriften darüber. Schließlich arbeitete er ab 1978 fünfzehn Jahre lang in wichtigen Positionen für Heybrook, war aber am Ende von viel zu viel Verwaltungsarbeit genervt. Und als dann viele Jahre später die IAG anfragte, landete er unter anderem bei der Firma, von der er seinen ersten Lautsprecher gekauft hatte. Nun ist er seit fast 20 Jahren der „akustische Direktor“ der IAG, verantwortlich für Wharfedale, Mission, Quad und Castle Lautsprecher. Er betont aber bei jeder Gelegenheit die Wichtigkeit seines Teams aus Profis, die sich um die Details beim Design, Gehäusebau und Treiberentwicklung kümmern. Eine sympathische Bescheidenheit scheint da durch.   

Elysian… 

 …bedeutet „himmlisch“. Die Elysian Serie nahm 2020 ihren Anfang, als man bei Wharfedale den Eindruck hatte, es müsse eine Flaggschiff-Serie her. Damit wollte man zeigen, dass Wharfedale auch im High-End-Sektor zu vernünftigen Preisen Statements abliefern kann, und das ist ihnen perfekt gelungen. Für die neue R-Serie wurde das Erscheinungsbild aufgefrischt und macht mit dem dicken Furnier und den vielen Lagen Lack echt Eindruck, auch wenn ich eine etwas dezenter abgeschmeckte Erscheinung bevorzuge. Aber genau das meinte ich zu Beginn: mein Geschmack ist hier nicht entscheidend, entscheidend ist die Qualität dieses Lautsprechers und die erkennt man auf den ersten Blick. Comeau meinte, dass der mächtige Lackauftrag auf den Korpus den Klang subtil verändere - zum Besseren natürlich, was habt ihr denn gedacht? Das Gehäuse ist mit dicken (30-36mm) HDF- und MDF-Platten aufgebaut: HDF für die Front und die Versteifungen im Gehäuse, MDF für den Rest. HDF-Bretter  dienen zum Abschotten von Bass und Mitteltöner und es gibt eine vertikale Strebe in der Mitte der Seitenwände. Das Gehäuse ist innen L-förmig ausgeführt: mit einem großen, abgeschlossenen Bereich für den Bass und einem schmalen (deshalb das „L“) für Mittel- und Hochton. Am eigentlichen Gehäusedesign hat Comeau aber nichts geändert.   

R für „Refined“  

Die Überarbeitung mit dem Kürzel „R“ für Refined hatte neben weiteren Detailverbesserungen drei Eckpfeiler: das angesprochene Finish, die verfeinerte Weiche und den AMT.
Lautsprecher Wharfedale ELYSIAN 2R im Test, Bild
Zum AMT schrieb er mir: „Ihnen ist sicherlich bekannt, dass die meisten AMTs einen ausgeprägten Klangcharakter haben, der sich deutlich abhebt und daher oft als störend empfunden wird. Seit ich mich zum ersten Mal mit Lautsprecherkonstruktion beschäftigt habe, fasziniert mich die AMT-Technologie, und ich war der Meinung, dass wir einen Treiber entwickeln könnten, der sich besser integrieren lässt, aber dennoch eine Steigerung gegenüber Kalotten bietet. Wir haben unsere Ziele zwar erreicht, forschen aber weiterhin an dieser Technologie und möchten unsere Verbesserungen an die Kunden weitergeben, sobald dies möglich ist.“ Wir haben selten einen so gut eingebundenen AMT wie diesen gehört - wenn überhaupt. Comeau hat ihn mit einem Freund entwickelt, der ihm endlich den AMT lieferte, von dem er immer geträumt hatte - Zeit hatten sie dafür in der Coronaperiode genügend. Die Fertigung findet bei IAG selbst statt. Die so gelungene Integration ins Gesamtsystem kostete Comeau allerdings mehr als sechs Monate Entwicklungszeit, denn zu Beginn legte er die Weiche so an, als hätte er es mit einer Kalotte zu tun. Nachdem er diesen Fehler erkannt und satte 31 Prototypen-Weichen aufgebaut hatte, machte es schließlich „klick“, alles rastete ein. Ich habe zu Beginn angedeutet, das Wharfedale die Musik viel wichtiger ist, als ein wie auch immer geartetes High-End-Label. Peter Comeau bringt es auf den Punkt, indem er betont, dass er nicht nur möchte, dass der AMT als Treiber „verschwindet“, der gesamte Lautsprecher soll in den Hintergrund treten und nur die Musik sprechen lassen. Oder andersherum: der Star ist die Musik. Die neue AMT-Version bekam eine vergrößerte und dünnere PET-Membran sowie eine akustisch bedämpfte Rückkammer, was Offenheit, Feinzeichnung und das Impulsverhalten verbessern soll. Mittel- und Tieftöner mit ihren beschichteten Glasfaser-Matrixmembranen wurden in Zusammenarbeit mit dem Hersteller Scan Speak optimiert. Glasfaser hat sich qua Steifheit, Gewicht und Dämpfung bewährt und Comeau meinte, dass er zwar konstant nach neuen Materialien suche, diese aber ihre Zeit bräuchten, bis sie solche bestens ausgereizte Materialien wirklich überträfen. Der Antrieb der Treiber wurde dezent optimiert und die Körbe akustisch anders bedämpft. Dazu kam ein Aluminiumdemodulationsring sowie ein neuer Phase Plug. All das reduziert üblicherweise Verzerrungen und optimiert das dynamische Verhalten - kann ich ebenfalls bestätigen.  

Klassisch anders   

Spannend finde ich die Bass-“Reflex“-Lösung, hier „SLPP“ genannt, was „Slot Loaded Profiled Port“ meint. Dahinter verbirgt sich grundsätzlich erst einmal eine Downfirelösung. Aber was Comeau hier macht ist sehr schlau. Entdeckt hat er das Prinzip, als er einen Subwoofer für Mission entwickelt hat. Er wollte die Wirkweise typischer Subwoofer umkehren, die im Gehäuseinneren einen sehr hohen Druck erzeugen und außen einen sehr geringen. Das Gehäuse geriet dann zwar etwas zu groß, der Effekt war aber perfekt: eine niedrigere Resonanzfrequenz und eine erhöhte Empfindlichkeit. Für die Optimierung des Subwoofers und auch der daraus entstandenen SLPP-Abstimmung erinnerte er sich an sein Studium der Bücher von Gilbert Briggs, dem Gründer von Wharfedale. Der setzte viele schmale Rohre ein, die die Oberfläche und den Druck erhöhten. Nun musste er nur noch die Größe des Volumens an der Unterseite definieren und die Ströme gleichmäßig steuern und das gelingt hier exemplarisch gut, denn nicht nur ist diese Lösung kaum aufstellungskritisch, sie klingt auch phänomenal.   

Die Weiche  

Sie nennt Comeau das letzte Puzzleteil und auch hier setzt er einen Mix aus Computersimulationen und Hörtests ein. Natürlich passiert das wieder im Team und obwohl er das letzte Wort hat, werden in den Wochen des Feintunings viele Hörer auch aus dem Verkaufsteam eingeladen, bevor der Lautsprecher endgültig ausentwickelt ist. Für die 2R wurden sämtliche Kondensatoren auf besonders feine, verlustarme Folientypen aufgewertet. Dazu kommen nun Luftspulen für den Mittel- und Hochtöner und ein neues Platinenlayout nach Wharfedales „Direct Path System“, das die Länge der Kupferleiterbahnen auf das absolute Minimum beschränkt. Dazu sagte mir Comeau, dass er lange gebraucht habe, um diesen Zusammenhang zu verstehen. Aber da die Länge dieses Bahnen nicht nur den Widerstand, sondern auch Kapazität und Induktivität erhöht, werden sie mit zunehmender Länge zu einer Art Antenne. Nimmt man die Bauteile und ihre gegenseitige Beeinflussung hinzu, entsteht eine große Spielwiese an Störungen und da setzt er mit seinen möglichst kurzen Leiterbahnen und der dezidierten Platzierung der Bauteile im definierten Abstand zueinander an. Die Steilheit der Weiche beträgt akustisch 12db / Oktave (Linkwitz-Riley) vom Bass zu den Mitten und akustisch 24b / Oktave (4. Ordnung Linkwitz-Riley) für den Übergang von Mitten zu Höhen. Akustisch deswegen, weil er die Treiber immer mit einberechnet, elektrisch wäre das nur 2. Ordnung. Das Impedanzminimum von 3,6 Ohm ist bei 95Hz, also unkritisch. 

Die Ständer  

Die Elysian 2R sind mit ihrer Bauweise so eine Art Zwitter zwischen „Regal“- und Standbox. Man kann sie nicht „einfach so“ sinnvoll aufstellen, sprich man braucht die hauseigenen Ständer schon wegen ihrer niedrigen Bauweise, sonst kommt der AMT beim Hören zu hoch. Diesen Ständern könnte ich einen eigenen Test widmen, so clever sind sie konstruiert. Für ihren Preis sind sie ein Schnapper, denn ihr Design und ihre Verarbeitung sind nichts weniger als Weltklasse. Warum? Durch ihre steife, resonanzarme und sehr stabile Bauweise geben sie den 2R genau die Arbeitsfläche, die sie braucht. Dazu kommt der lässige Sitz der schweren Gehäuse durch die Gummielemente, die für die richtige Ankopplung sorgen - einfach großartig und wie gesagt, unverzichtbar. Peter Comeau meinte im Gespräch, dass Designer ihre Ständer entweder klang- oder designtechnisch optimierten. Er kommt aus dem Klanglager, aber hier hat das Design in klassischer „Form follows Function“ Manier ebenfalls sehr viel Stil. Die Schlussworte gehören noch einmal diesem faszinierenden Entwickler, der einen so humanen Ansatz hat. Auf Details zu den Chassis angesprochen, meinte er völlig zu Recht:“Bei einem Lautsprecher kommt es auf jedes Detail an. Wir können mittlerweile jedes einzelne Bauteil eines Chassis analysieren und sicherstellen, dass es seinen Teil dazu beiträgt, die von uns gewünschte Klangqualität zu erzielen. Der Klang eines Chassis entsteht also nicht nur durch die Membran, den Motor oder die  Aufhängung. Alles beeinflusst das, was wir hören – sogar die von uns verwendeten Klebstoffe.“  

Musik  

Es war ein Fest mit der ELYSIAN 2R Musik zu hören. Wie man das von so einem Referenzlautsprecher erwarten darf, gibt es keine bevorzugte Musikrichtung. Im Gegenteil, alles geht, alles macht Freude und das ist vorweg schon die wichtigste Botschaft. Steely Dans Babylon Sister klingt leise wie laut unglaublich geschmeidig und zwar analog zur Lautstärke, die sich schier endlos nach oben schrauben lässt. Die ELYSIAN 2R klingt unfassbar sauber, zivilisiert und souverän und lässt die Musik zu ihrem Recht kommen. The Unsung Adventures Of Punch Brothers ist eine wahrhaft unvorhersehbare Platte. Tief aus der Bluegrasstradition kommend, wird man das am besten durch den Bandchef und Mandolinisten Chris Thile begreifen. Er schüttelt sowohl Bluegrass als auch Bach ganz locker aus den Fingern - und die anderen Mitglieder auch. Auf „Solve Knut“ wird das besonders schön deutlich. Der Spannungsaufbau, die Differenzierung der unterschiedlichen Instrumentalstimmen und ihr komplexes Miteinander will ungefiltert wiedergegeben werden. Das kann die ELYSIAN 2R perfekt und löst ihr Ideal, sich zum Verschwinden bringen zu wollen, perfekt ein. Auch das Meisteralbum der LA4 „Just Friends“ klingt so souverän, groß und detailliert. Wie zum Beispiel die Triangel hauchzart durchläuft, immer präsent bleibt, ohne jemals zu nerven ist einfach nur großartig. Mir kommt der Gedanke, dass das wirklich ein Lautsprecher für erwachsene Hörer ist. Bei Play Bach packt mich die fast schon gespenstische Raumtiefe gerade in den Stücken mit Orgel und Klavier. Zu Loussiers Tupfenpiano und den Orgelakzenten gesellt sich Pierre Michelots so herrlich organisch gezupfter Bass, ich liebe es. Selten habe ich mich so im Stuhl des Tonmeisters gefühlt, der eine zu Ende gemischte Aufnahme abhört.  

Von Talk Talk höre ich dann Gotta Give it up“ mit einem fetten Grinsen im Gesicht: was für ein sexy Bass ist das denn? Oder „When Sunny Gets Blue“ von Dexter Gordons wunderschönem Album „Something Different“. Hier kann man wie bei den LA4 genau hören, wie perfekt der AMT ins Gesamtgeschehen eingebunden ist. Ist es dort eine Triangel, sind es hier dezente Beckenakzente von Billy Higgins und dazu Gordons so unvergleichlich flüssig-melodisches Spiel. Auf „Invitation“ wird er von Higgins´ göttlicher Besenarbeit und Philippe Catherines Akkorden so herrlich unterstützt. Alles fließt wie aus einem Guss, was andere Lautsprecher so oft nicht können und zudem Details unterschlagen oder nicht in der Lage sind, so zu integrieren. Auch feinste Dynamikabstufungen bei Catherines Solo sind so selbstverständlich „da“, das es einfach nur eine Freude ist, mit diesen Lautsprechern Musik zu verstehen und zu genießen. Ich kann mich gar nicht lösen und höre am Ende sogar Bad Company, weil ich wissen will, ob die ELYSIAN 2R auch „dreckig“ kann. Und ob sie das kann. „Sweet Lil´ Sister“ von „Run with the pack“ ist nicht wirklich meine Musik, aber ich bekomme mit diesen Lautsprechern einen Grad von Verständnis, der mir bislang verwehrt blieb. Ich verstehe also sogar Musik, die sich mir nie erschlossen hat. Mehr geht nicht.    



Lautsprecher Wharfedale Elysian 2R  

  • Preis: etwa 6499 Euro / Ständer: etwa 699 Euro 
  • Vertrieb: IAD / Korschenbroich 
  • Telefon: 02161-61783-0   
  • Internet: www.iad-audio.de 
  • H x B x T: 700 × 334 × 432 mm 
  • Gewicht: etwa 30,5 kg 
  • Garantie: 3 Jahre (5 Jahre nach Registrierung) 

Mitspieler  

Gegenspieler  

Gespieltes
  
  • LA4: Just Friends 
  • Michael Brecker: Tales of the Hudson 
  • Play Bach: No. 4 
  • Talk Talk: The Color Of Spring 
  • Dexter Gordon: Something Different 
Gemessenes

Lautsprecher Wharfedale ELYSIAN 2R im Test, Bild
Lautsprecher Wharfedale ELYSIAN 2R im Test, Bild
Die Elysian 2 zeigt sich im Messlabor als ausgewachsene Dreiwegebox, die mit ihrer tiefen Bassreflexabstimmung auf 25 Hz auch Tiefbassfreunden imponiert. Der Tieftöner läuft bis knapp 300 Hz, wo der Konusmitteltöner übernimmt, bevor er bei knapp 2 kHz an den großen AMT übergibt. Wir messen mit 90 dB (2,83 V, 1 m) eine recht ordentliche Empfindlichkeit und über das gesamte Frequenzspektrum einen sehr linearen Amplitudengang. Trennfrequenzen sind nicht im Mindesten erkennbar, auch nicht unter Winkel. Stattdessen produziert die Elysian 2 bis über 10 kHz einen nahezu konstanten Frequenzgang, was alles andere als selbstverständlich ist. Ebenso sprechen die sehr niedrigen Verzerrungen und das ebenfalls nahezu perfekte Ausschwingen für die Qualität der verwendeten Materialien und der Entwicklung. Chapeau!


Fazit

Wenn ein Könner mit seinem Team Referenzlautsprecher entwickelt, dann kann etwas Himmlisches dabei heraus- kommen. Wie im Fall der Wharfedale Elysian 2R, die mit selten Souveränität einfach alle High-End-Tugenden beherrscht.

KategorieLautsprecher
ProduktELYSIAN 2R
HerstellerWharfedale
Preis6499 Euro / Ständer: etwa 699 Euro
Getestet vonChristian Bayer
Vorheriger Test

Einflussreich - Röhrenvorverstärker Air Tight ATC-7

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Christian Bayer
Redakteur / Tester

Christian Bayer


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